Dichter Rauch quoll aus dem Erdgeschoss, mehrere Personen galten als vermisst – mit diesem realistischen Szenario startete am Montag, den 26. Jänner 2026, eine angelegte Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schallerbach im Tanzcafé Stiegenwirt. Ausgangspunkt des angenommenen Brandgeschehens war ein Kabelbrand im DJ-Pult, der sich rasch auf den Barbereich ausbreitete. Unter dem Alarmstichwort „Brand Gebäude“ rückten die Kameradinnen und Kameraden zum Übungsobjekt aus.
Am Einsatzort eingetroffen, wurde Einsatzleiter HBM d. F. Gernot Grohe vom Betreiber eingewiesen. Rasch war klar: Im Inneren des Gebäudes herrschte starke Rauchentwicklung, mehrere Personen waren vermisst.
Der erste Atemschutztrupp baute umgehend einen Rauchvorhang auf und drang mit dem ersten C-Rohr in das verrauchte Objekt vor. Parallel dazu startete ein zweiter Atemschutztrupp die intensive Personensuche. Währenddessen wurde die Wasserversorgung vom nächstgelegenen Hydranten sichergestellt, um jederzeit ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben.
Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Schlauchmanagement sowie auf der Kommunikation unter den Atemschutztrupps. Erstmals kamen dabei auch die neuen Maskenfunksysteme zum Einsatz – mit großem Erfolg. Die Verständigung zwischen den Trupps im Inneren und dem Einsatzleiter im Außenbereich funktionierte reibungslos und erhöhte die Sicherheit aller Beteiligten deutlich.
Nach der erfolgreichen Rettung aller vermissten Personen wurde das Gebäude mithilfe von zwei Hochleistungslüftern rauchfrei gemacht. Im weiteren Verlauf der Übung wurde zudem ein Atemschutznotfall simuliert, um auch Extremsituationen möglichst realitätsnah zu trainieren.
Nach dem Zusammenräumen der Gerätschaften folgte eine ausführliche Nachbesprechung, bei der die Abläufe analysiert und wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Einsätze gewonnen wurden.
Ein herzliches Dankeschön gilt der Familie Fromhund für die Zurverfügungstellung des Tanzcafés. Nur durch solche realitätsnahen Übungsobjekte ist es möglich, Szenarien zu trainieren, wie sie leider auch im echten Leben vorkommen – erst heuer kam es in der Schweiz zu einem folgenschweren Barbrand, ausgelöst durch ein Tischfeuerwerk. Solche Ereignisse zeigen eindrucksvoll, wie schnell aus einer scheinbar harmlosen Situation ein gefährlicher Brand entstehen kann und wie wichtig gut vorbereitete Einsatzkräfte sind.
Ein besonderer Dank gilt auch den Übungsvorbereitern BI Alex Frischmuth, FM Stefan Friedl und FM Pascal Fromhund für die hervorragende Planung und Durchführung dieser eindrucksvollen Einsatzübung.