Am Samstag, den 16. Mai 2026, machten sich zwei Kameraden der FF Bad Schallerbach – HBM d. F. Gernot Grohe und OBM d. F. Marcel Ditzlmüller – gemeinsam mit vier Kameraden der FF Wallern sowie drei Kameraden der FF Schlüßlberg bereits um 6:00 Uhr früh mit dem TLFA-4000 auf den Weg zum Chemiepark Infraserv Gendorf in Bayern. Gemeinsam mit mehreren Feuerwehren aus dem Bezirk wurden realitätsnahe Gefahrgutszenarien beübt. Im Mittelpunkt standen das richtige Einschätzen von Gefahren, das Arbeiten als Vollschutzträger im CSA-Schutzanzug, der Aufbau einer Dekostraße sowie die strukturierte Zusammenarbeit im Vollschutzträger-Zug. Am Vormittag wurde ein Ammoniak-Austritt mit Menschenrettung und Abdichtung der Leckage beübt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte am Nachmittag ein Chlorgasaustritt mit mehreren verletzten Personen, welche unter schwerem Atem- und Chemikalienschutz gerettet werden mussten. Die praxisnahen Übungen boten eine hervorragende Gelegenheit, Routine im Umgang mit komplexen Gefahrstofflagen zu gewinnen und wichtige Erfahrungen für mögliche Einsätze im eigenen Einsatzgebiet zu sammeln. Besonders aufgrund des Bahnhofs Bad Schallerbach sowie der angrenzenden Bundesstraße sind solche Szenarien auch im eigenen Pflichtbereich nicht auszuschließen.
Gegen 17:30 Uhr wurde die Heimreise angetreten, die Rückkehr ins Feuerwehrhaus erfolgte gegen 19:30 Uhr. Unsere zwei Kameraden konnten somit viele wertvolle Erfahrungen und Wissen im Bereich Gefahrgut und Vollschutz mit nach Hause nehmen, um im Einsatzfall bestmöglich vorbereitet zu sein.
Ein großer Dank gilt der Werkfeuerwehr Chemiepark Infraserv Gendorf, allen teilnehmenden Feuerwehren sowie OBI d. F. Helmut Autengruber für die Organisation dieser lehrreichen Weiterbildung.